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CDU Ortsverband Eppelborn

„Wirtschaftsförderung on Tour“ – oder:  Gratulations-Kommando bei der Arbeit:

In den vergangenen Wochen mehren sich die Rathausberichte über die Wirtschaftsförderung „on Tour“. Auf den ersten Blick vielversprechend, verbindet man doch damit eine gewisse Aufbruchstimmung am Wirtschaftsstandort Eppelborn. 

Betrachtet man sich jedoch den Inhalt dieser Berichte etwas genauer, so erkennt man, dass es sich lediglich um Glückwunschtermine für Firmenjubiläen oder um einen Umzug von Geschäftsräumen handelt.  

Die CDU Eppelborn begrüßt es sehr, dass unsere ortsansässigen Unternehmen unterstützt werden, gleich in welcher Form. Hierzu zählt auch die positive Berichterstattung von Unternehmen, die sich verändern oder ein Jubiläum haben. Es ist wichtig, deren Verdienste für den Standort Eppelborn in den Fokus zu rücken und die Leistung und das Engagement der Unternehmer zu betonen. Allerdings gehören diese Berichte in die Rubrik „Die Gemeinde informiert bzw.  die Gemeinde gratuliert“. 

Die Einordnung dieser Berichterstattung als „Wirtschaftsförderung on Tour“, scheint nicht nur übertrieben, es stellt sich sogar die Frage, ob der Begriff nicht zweckentfremdet wird. 

Denn geht man durch unseren Ort, so fällt einem ein großes Problem auf: Leerstand, Leerstand und nochmals Leerstand. Grell-bunte, nicht zu übersehende Schilder mit Vermietungsangeboten springen jedem, der durch unser Dorf geht, direkt ins Auge.

Dabei spielt insbesondere die Frage nach dem Bedarf und der Grundversorgung der Eppelborner Bürger die Hauptrolle.

Keine Drogerie  mehr in Eppelborn! Noch immer ist keine entsprechende Ansiedlung gelungen! Eine Drogerie würde nicht nur die Versorgung, sondern auch den innerörtlichen Bereich durch Kaufkraftbindung bereichern. 

Unzählige Geschäfte stehen triste leer, dem Einzelhandel geht es nicht gut und auch der örtliche Gewerbeverein klagt über schwindende Unterstützung (Beispiel: keine einladend stimmungsvoll Weihnachtsbeleuchtung im letzten Dezember!). Im teuer errichteten Gewerbegebiet A 1 sind noch etliche Plätze frei. 

Zur Lösung dieser gravierenden Probleme sollte die Wirtschaftsförderung endlich mal „on Tour“ sein, damit sie ihre Aufgaben erfüllt und die Kosten rechtfertigt, die der Steuerzahler dafür aufbringt. 

Dabei genügt es nicht, leer stehende Immobilien auf irgendeine Internetseite zu setzen, die niemand liest oder teure Hochglanzprospekte von einem Gewerbegebiet auszulegen. 

Hier muss man „Klinken putzen“ gehen. Dies ist jedoch mit Kärrerarbeit verbunden, kostet Kraft und ist anstrengend, aber nur so kann man Erfolge für unseren Wirtschaftsstandort Eppelborn einfahren, die bisher leider nicht erkennbar sind. Glückwunschtermine mit Sekt und Blumenstrauß sind angenehmer!

Das letzte Vorzeigeunternehmen, die Firma Krämer IT, konnte der damalige CDU-Bürgermeister Fritz Hermann Lutz für Eppelborn gewinnen. Ein Zukunftsunternehmen mit nachhaltigen und qualifizierten Arbeitsplätzen, das den Leerstand in der Koßmannschule beseitigt hatte. 

Dabei gibt es bei der Wirtschaftsförderung eine teure Doppelstruktur: 

Unsere Gemeinde zahlt einerseits einen eigenen Wirtschaftsförderer mit vollem Beamtengehalt, andererseits auch nicht unerhebliche Gelder für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG). Dies muss in einer Zeit knapper Kassen unbedingt auf den Prüfstand. Wir können uns keine teure Doppelstruktur leisten. Wir würden uns nicht beklagen, wenn das Ganze mit großen wirtschaftlichen Erfolgen für unsere Gemeinde verbunden wäre. Dem ist aber leider nicht so!

Statt doppelter Investitionen in Amtsstrukturen sollte man besser über eine Gründungs-Offensive nachdenken, wie es beispielsweise  erfolgreich in Sankt Wendel umgesetzt wird. 

Die CDU Eppelborn bittet die Bürgermeisterin um einen jährlichen, schriftlichen Geschäftsbericht der kommunalen Wirtschaftsförderung, der für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und transparent ist. 

Wir wollen nachvollziehen und wissen, was uns die Wirtschaftsförderung kostet und was sie uns bringt. Wir möchten wissen, wieviel Unternehmer jedes Jahr ein Beratungsgespräch beim Eppelborner Wirtschaftsförderer haben und insbesondere wieviel Unternehmen – aufgrund der Arbeit und Leistung der Wirtschaftsförderung – neu angesiedelt werden. Wie sieht das aktive Leerstandsmanagement der Gemeinde aus? 

Wir sind auf die Antworten sehr gespannt und werden das Thema weiterverfolgen.